Mit Worten

Jetzt hatte ich ein paar Tage Zeit, mich mit meiner Sprachlosigkeit von Montag zu beschäftigen. Ich beginne besser zu verstehen, was da passiert ist und worum „es“ sich eigentlich dreht. Kurz gesagt geht es um die Beziehung zu einem Menschen, der mit sehr wichtig ist. Aber das alles ist noch zu nah und prozesshaft, als dass ich es in Worte und Sätze fassen könnte: Die Gedanken sind noch nicht linear und logisch genug. Jetzt suche ich einen Anker, einen Ansatzpunkt, von dem aus ich anfangen kann, das alles zu sortieren.

Was mir in solchen Momenten gut hilft ist, die therapeutische Situation zu reflektieren, in der etwas „vorgefallen“ ist — also: in welcher Situation ist es dazu gekommen, dass ich so den Halt (und meine Worte gleich mit) verloren habe? Unter der Annahme, dass ich etwas auf/in die therapeutische Beziehung übertrage, dürfte es mir leichter fallen zu verstehen worum es „tatsächlich“ geht, wenn ich verstehe, warum ich in dem therapeutischen Setting plötzlich so sprachlos war. Gleichzeitig fühlt es sich viel sicherer an, erst mal auf dieser „Metaebene“ zu denken und zu suchen, bevor ich mich weiter vorwage.

Bah, ist das reflektiert ;-). Aber Reflexion bedeutet auch Distanz und die ist manchmal ganz gut.

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