Un-anniversary

Heute haben mein Mann und ich Hochzeitstag. Ich habe mich damit ganz schön gestresst. Wie geht man mit diesem Tag um, wenn die Ehe in so einer schwierigen Phase ist? Wie es nun ist, ist ziemlich sinnbildlich für den Zustand und die Rollenverteilung in unserer Beziehung. Ich hab mir den Kopf zerbrochen und schließlich ein kleines Geschenk gekauft. Espressotassen, weil wir morgens so ein Ritual haben, dass ich Kaffee mit meiner Bialetti zum Mitnehmen koche und mein Mann dann eben ein Tässchen abbekommt. Nur dass wir bis jetzt nicht genügend Espressotassen für die ganze Woche hatten. Außerdem habe ich einen Tisch beim Thailänder für heute Abend reserviert. Mein Mann hat mich nun heute morgen ziemlich fragend angeschaut, als ich ihm das Geschenk gab, weil er nicht wusste, worum es geht. Also hab ich ihn dran erinnert, dass wir Hochzeitstag haben. „Ja, stimmt“. Die Tassen hat er (wohlwollend?) zur Kenntnis genommen. Dann ist er zu einer Sportveranstaltung gefahren.

Ich bin ihm nicht böse, dass er den Tag vergessen hat. Ich stehe selber mit dem Erinnern solcher Daten auf Kriegsfuß. Aber diesen Tag zu „vergessen“ (verdrängen?) entspricht halt genau seinem Umgang mit den Problemen in unserer Beziehung. Deckel drauf. Nicht drüber reden. Weitermachen.

Ich bin erst mal eine Runde mit dem Rad gefahren. Nun sitze ich auf der Terrasse und sinniere darüber, wie es wohl wäre in so einem Wohnwagon zu leben. Ich glaube, es wäre großartig.

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