Fremdkörper

Ich bin erkältet. Kein Drama eigentlich. Aber wenn ich krank werde („kränkele“ trifft es eher), gerate ich immer in eine ungünstige Dynamik: ich höre auf, zu essen. Das kostet mich gerne mal ein, zwei Kilo und wirft mich in meinem „Kampf“ ums Normalgewicht ein gutes Stück zurück. Es ist außerdem ein Teufelskreis – ich fühle mich schlapp und schaffe es nicht, die Energie aufzubringen, etwas zu Essen zu machen. Durch das Kaloriendefizit verliere ich mehr Energie und fühle mich entsprechend noch erschöpfter. Ich merke in diesen Momenten immer sehr deutlich, wieviel Energie ich eigentlich im Alltag aufwenden muss, um so diszipliniert zu sein, mich überhaupt um meinen Körper zu kümmern – also ihn mit Nahrung zu versorgen, die „verträglich“ ist. Sobald ich mich durch einen Infekt geschwächt fühle, bekomme ich die Kurve nicht mehr. Dann liege ich nur noch in der Ecke rum, habe keine Appetit und fühle mich schlecht.

In solchen Momenten merke ich, wie wenig ich in der Lage bin, mir und meinem Körper „etwas Gutes zu tun“. Ich habe einen Körper, den ich ernähre, um ihn am Leben zu erhalten. Aber ich fühle mich von ihm zu entfremdet, als dass ich ihn „fürsorglich“ behandeln könnte.

Ich frage mich, ob ich jemals ein „gutes“ Verhältnis zu meinem Körper haben werde, oder ob der immer ein „Fremdkörper“ bleiben wird.

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