Teufelskreise

Je länger unser Urlaub dauert, desto mehr habe ich das Gefühl, mich in einer Blase — oder mehr noch, einem Wattebausch zu befinden. Ich fühle mich abgeschnitten, von mir selbst, von anderen. Ich fühle mich allein und irgendwie hilflos. Ich zerbreche mir den Kopf darüber, ob die Entscheidung für die Transition richtig ist. Ob es mir damit wirklich besser gehen wird. Ich fühle mich, wie im luftleeren Raum. Ich weiß, was ich alles nicht will. Ich weiß, wer ich nicht bin. Aber ich habe Angst, dass die Schlussfolgerungen, die ich daraus ziehe, die falschen sind. Ich kann mir nicht vorstellen, wer ich sein werde, wenn ich die Transition vollziehe. Was ist, wenn ich die Person, die ich im Spiegel sehe, dann immer noch hasse? Was ist, wenn sich mein Körper immer noch nicht gut anfühlt, oder zumindest besser? Was ist, wenn ich mich als Mann ebensowenig angesprochen fühle wie jetzt, wenn die Menschen mich als Frau und mit weiblichen Pronomen ansprechen?

Ich weiß, dass diese Zweifel ziemlich normal sind. Sie sind wahrscheinlich ein weiteres gutes Argument für einen Alltagstest, bevor ich mit den Hormonen anfange. Aber sie quälen mich und treiben mich in eine Spirale aus unguten, dunklen Gedanken. Ich merke das richtig körperlich. Ich fühle mich, als würde mir ein Zentnergewicht auf der Brust sitzen. Ich bekomme kaum Luft, so sehr erdrücken mich diese Gedanken.

Ob das irgendwann mal aufhört?

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Ein Gedanke zu „Teufelskreise“

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