Machtspiele

Das Vorgestern hallt noch ordentlich nach bei mir und ich frage mich – wieder, immer noch – was mein Mann eigentlich mit seinem Verhalten bezweckt. Diese Widersprüchlichkeit von „ich kann dich nicht so akzeptieren, wie du bist“ und „ich will, dass du in meinem Leben bleibst“ lässt mich ziemlich ratlos zurück.

Ich hatte es letztes Jahr irgendwie irgendwann schon mal mit dem Thema „co-dependency“. Leider finde ich den Artikel nicht mehr, den ich damals dazu gelesen hatte. Ich vermute, dass es in unsere Beziehung solche Tendenzen von „Co-Abhängigkeit“ gab_gibt. Besonders in der Zeit, in der es mir körperlich sehr schlecht ging, konnte mein Mann die Rolle des „starken Retters/Helfers“ besetzen. Und er hatte letztlich viel Kontrolle über mich und mein_unser Leben. In dem Maße, in dem ich mich meiner Selbst und meines Wegs bemächtigt habe, hat er Macht und Kontrolle verloren. Vielleicht ist das ein Grund, warum er dieses „sich meinen Entscheidungen ausgeliefert fühlen“ so zelebriert.

Ich will nicht sagen, dass er sich die Zeit, in der es mir so schlecht ging, zurückwünscht. Aber ich glaube trotzdem, dass hinter seinen Vorschlägen – gemeinsamer Urlaub, weiterhin zusammen wohnen – möglicherweise ein Versuch steht, irgendwie Kontrolle (über mich) zu behalten oder zurückzugewinnen.

Ist jetzt viel Küchenpsychologie. Aber ist ja mein Blog hier, ich hab die Deutungshoheit ;-). Und eigentlich ist mir nicht zum „Zwinkern“ zumute, aber ohne Galgenhumor wäre alles noch schlechter auszuhalten.

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