Klinik, die zweite

Heute mal ein Update zur Mastektomie. Eigentlich wollte ich am Dienstag ja zu einem Infoabend der Klinik fahren, die ich als Alternative zu der vom August ins Auge gefasst hatte. Da war ich aber nach dem Therapie-Clusterfuck von Montag zu fertig für. Insofern bin ich dann heute etwas weniger gut vorbereitet zu meinem Informationsgespräch dort aufgelaufen.

Am Telefon hatte man mir ja gesagt, ich müsse eine Überweisung und ein Indikationsschreiben mitbringen. Letzteres haben sie dann heute doch nicht gefordert. Dann halt nicht.

Das Gespräch und die Untersuchung haben vielleicht 15 Minuten gedauert (wobei ich könnte mich auch vertun und es war vielleicht länger). Der Arzt war sehr nett und ich hab mich dort, warum auch immer, wohler gefühlt, als in der anderen Klinik. Das Aufklärungsgespräch find ich irgendwie besser – systematischer, und ich bekam auch ohne nachfragen mehr erklärt, wie die OP genau läuft und was für Optionen es gibt. Die „kleinen Schnitte“ kommen bei mir ja eh nicht in Frage, dazu ist das Bindegewebe einfach zu strapaziert. Ich bin ja nicht mehr sooooooo jung und das Abbinden macht das Gewebe auch nicht gerade besser o.O. Also bleibt es bei großen Schnitten und einer freien Transplantation der Brustwarzen.

Anders als die Klinik bei der ich zuerst war, wird diese Klinik die OP nur durchführen, wenn die Gutachten für die Personenstandsänderung vorliegen.

Ja, ich bleib ganz ruhig.

Ich hätte mal fragen sollen, bei wievielen anderen von der Krankenkasse genehmigten OPs sie das fordern. Oder bei welchen OPs von Selbstzahler_innen. Aber ich hab meine Rage für diesen Monat für meinen Therapeuten verschossen.

Jedenfalls habe ich gerade den Antrag für die Personenstandsänderung eingetütet. Morgen geht er zum Gericht und dann heißt es, geduldig sein und_oder den Sachbearbeiter_innen da regelmäßig auf die Nerven gehen, damit es weitergeht. Das Amtsgericht hier ist nämlich nicht gerade zügig unterwegs.

 

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2 Gedanken zu „Klinik, die zweite“

  1. Das mit dem das die die VÄ/PÄ Gutachten verlangen für die OP hab ich auch schon oft gehört. Bringt vor allem für nonbinary Menschen Probleme die keine PÄ anstreben aber die Mastek wollen. Selbst wenn man selbst zahlt ja. Die wollen sich wohl absichern… Andersherum darf 1 sich gern die Oberweite vergrößern wie 1 will aber wehe du kommst an und willst das Zeug weghaben… Irgendwas läuft da gewaltig schief… Viel Glück und hoffentlich ne schnelle PÄ! 😊

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    1. Ja, ich finde das auch sehr problematisch! Es wird mit zweierlei Maß gemessen und ich finde grundsätzlich diese Verknüpfung des rechtlichen mit dem medizinischen Prozess nicht gut.
      Danke! Ich rechne mit 6-8 Monaten bis alles durch ist /o\

      Gefällt 1 Person

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