Hello again

Also ich weiß nicht…hier muss irgendwo ein Murmeltiernest sein, so häufig wie die grüßen o___O.

Teil 3521 der Saga „Tomi versucht alle Befunde für den Mastektomieantrag zusammen zu bekommen“. Heute: Chromosomenanalyse. Ich war ja vorgestern schon fast ein bisschen überrascht, als es in der endokrinologischen Praxis hieß „Genetische Ausschlussdiagnostik? Kein Problem, wir nehmen direkt Blut ab“.

Tja, zu früh gefreut. Heute bekam ich einen Anruf: die Praxis, die die Analyse durchführen soll will einen „Privatvertrag“ unterzeichnet haben in dem ich zusichere, dass ich die Kosten übernehme. Vierhundertirgendwas Euro. Haha. Jetzt muss also meine Krankenkasse dieser Praxis auch noch bestätigen, dass sie die Kosten für die Analyse übernimmt. Die Idee, dass ich im Januar den Antrag stellen könnte kann ich echt langsam begraben. Das Schreiben von der Kasse wird sicher nicht mehr vor Weihnachten rausgehen. Diese Analyse selber dauert 4-6 Wochen.

Ansonsten hatte ich heute lustige Begegnungen in meiner „frauen“ärztlichen Praxis (ich nenn‘ sie lieber „Untenrumpraxis“, wissterbescheid ne). Ich bin in die freie Sprechstunde gegangen, um mir eine Bestätigung über meinen „Genitalstatus“ zu holen. (Hatte ich schon gesagt wie absurd ich es finde, dass der MDK wissen muss, wie es in meinem Unterleib und zwischen meinen Beinen aussieht um darüber entscheiden zu können ob ich meine Brust angleichen lassen darf?).

Ich hatte vor ein paar Tagen angerufen und erklärt worum es geht. Ich kam rein, sagte „Guten Morgen“ und die Person an der Empfangstheke meinte nur „Oh, da ist aber jemand erkältet!“ Ich hab dann geantwortet, „Nein, das kommt vom Testosteron und das gehört so“ und danach wirkte sie etwas… verwirrt. Das war offensichtlich nicht die Person mit der ich telefoniert hatte. Letztere stand aber daneben und konnte auch mit meiner Bitte als „Herr Tomi“ aufgerufen zu werden etwas anfangen.

Dann saß ich da also im Wartezimmer. Eine Person mir gegenüber starrte schon ein bisschen in meine Richtung, aber es fühlte sich alles nicht so unangenehm an, wie befürchtet. Die Situation wurde für mich dadurch noch weiter „entspannt“, dass ein weiterer Mann* ins Wartezimmer kam. Er saß da eine Weile und wurde dann aufgerufen. Offensichtlich weil er in den Raum ging in dem die Herztöne von Ungeborenen beobachtet werden, aber egal – es machte die Situation für mich trotzdem etwas einfacher, weil ich mir nicht ganz so fehl am Platz vorkam.

Dann im Sprechzimmer rang die Ärztin etwas um Fassung – sie kennt mich schon lange und wusste zwar, dass ich die HRT beginnen werde, aber sie hat mich seitdem nicht mehr gesehen. Irgenwie war es für sie sehr schwer, meine Stimme (und wahrscheinlich auch das veränderte Äußere) in ihr bisheriges Bild von mir zu integrieren. Sie sagte auch, dass sie da wohl etwas Zeit für brauchte (was ja total okay ist). Immerhin wurde es leichter/stimmiger für sie, als ich ihr den neuen Vornamen sagte und sie den dann sofort „sehr passend“ fand.  Das Endergebnis des Gesprächs war jedenfalls, dass sie mir einen Arztbrief ausgestellt hat aus dem hervorgeht, dass mein „Gyn-Status“ (*zähneknirsch*) unauffällig ist. Dazu packe ich dann noch einen OP-Bericht aus dem auch hervorgeht, was sich in meinem Unterleib so befindet.

Als letztes auf meiner Liste (insbesondere vor dem Hintergrund des Theaters mit meinem Ex-Thera) stand jetzt noch eine psychiatrische Ausschlussdiagnostik. Das ist in den Begutachtungsrichtlinien des Dachverbands der medizinischen Dienste vorgesehen für den Fall, dass der eigentliche Behandler*innenbericht von jemandem mit der Qualifikation „psychologische*r Psychotherapeut*in“ ausgestellt wird. Das ist ja bei mir so – und da dieser Bericht vermutlich nicht sehr aussagekräftig wird ist es wahrscheinlich besser, dass ich das noch mitliefere.

Kurzes Aufatmen, als die psychiatrische Praxis meinte, dass sie das direkt über meiner Versichertenkarte abrechnen können.

Schnappatmung als sie sagten, dass ich einen kurzen Bericht über die erfolgte psychotherapeutische Behandlung mitbringen soll.

Ich lache jetzt noch. Mal sehen, was das jetzt wieder kostet :D.

Stay tuned for all the Murmeltiere.

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2 Gedanken zu „Hello again“

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