Lying low

Eigentlich hatte ich einen Beitrag zum Thema Privilegien angefangen…aber das ist gerade ein zu dickes Brett für mich. Ich finde das, was sich da gerade wieder im „öffentlichen Diskurs“ abspielt so entmutigend und desillusionierend (ja, offenbar hatte ich noch Illusionen, haha). Ach ja, Stichwort: es geht um Silvester und Köln. Und darum, wie schwer es offenbar für viele ist zu verstehen und anzuerkennen, wie stark Privilegien wirken, jeden Tag, in den allerkleinsten Alltagssituationen.

Ich weiß gerade nicht, wie ich damit umgehen soll. Im Moment ist meine Strategie, mich dahin zurückzuziehen wo ich das Gefühl habe, dass Menschen mich verstehen. Weniger Reibung; weniger mich-rechtfertigen-und-erklären-Müssen. Aber damit trage ich letztlich dazu bei, den Riss der sich da auftut in „der Gesellschaft“ noch zu vertiefen.

Ich frage mich (mal wieder), wie man Bewusstsein für andere Lebensrealitäten als die eigene schaffen kann. Wie gelingt es, über den Tellerrand des Naheliegenden (weil unmittelbar Erfahrbaren) zu schauen – vor allem, wenn gefühlt alles nur 1 oder 0 sein kann, wenn du nur 100% mit mir oder gegen mich sein kannst. Und klar, indem ich mich zurückziehe spiele ich genau das Spiel mit. Ich habe gerade keine Lust mehr zuzuhören und gleichzeitig das Gefühl zu haben, dass meine Argumente und Einwürfe nicht gehört werden (genauso, wie die anderen es sicherlich empfinden).

To be continued, schätze ich.

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