Weitermachen

Content note: Körper, Körperbild, (kontrolliertes) Essen, Gewicht

Danke für Eure lieben Kommentare/Nachrichten zum letzten Post <3.

Ich habe wenig geschlafen letzte Nacht, aber immerhin irgendwann zwischen zwei und fünf von Katzenbabys geträumt. Ich weiß auch nicht woher die kamen. Aber sie waren besser als die anderen Sachen, die ich im Moment regelmäßig träume. Zum Beispiel, dass meine Stimme sich wieder zurück verändert und heller wird.

Die Angst, die sich darin ausdrückt überträgt sich insgesamt darauf, wie ich mich im Moment wahrnehme. Ich habe das Gefühl, als würde Testosteron nicht (mehr) wirken. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich wieder viel stärker „weibliche“ Gesichtszüge. Das bilde ich mir aller Wahrscheinlichkeit nach ein, aber es ist schwer für mich das auszuhalten. Ich hasse die Form meines Körpers, die Taille, die Hüften, die Unfähigkeit Muskelmasse aufzubauen. Der erste Impuls den ich in solchen Phasen habe ist oft, weniger und kontrollierter zu essen. Das ist so ein Muster, das drin ist und das noch nicht mal bewusst abläuft. Und es ist eine dieser dysfunktionalen, destruktiven „Strategien“ von denen ich gestern geschrieben habe. Allerdings kriege ich es mittlerweile gut hin, schnell dagegen zu steuern. Irgendwann in den letzten zwei Jahren hat es bei mir „klick“ gemacht und ich habe verstanden, dass ich das Ziel „mehr Muskeln“ nicht erreiche, wenn ich zu wenig esse. Aber gleichzeitig erlebe ich halt wie mir mein Körper bei dem Ziel „Muskelmasse“ immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Und mich damit zu arrangieren dass ich nunmal so „ticke“ und mein Metabolismus halt so ist und sich das wohl auch nicht ändern wird – Testo oder nicht – ist für mich schon schwer. Dieses „mich besser arrangieren“ wäre wohl eins der Therapieziele für die Fortführung der Psychotherapie.

***

Heute morgen bin ich dann sehr übermüdet und gerädert eine Wohnung anschauen gefahren, mal wieder. Sie war…okay…aber ziemlich weit draußen. Mein Weg zur Arbeit würde sich damit etwa verdreifachen, da muss ich noch mal drüber schlafen.

Aber als ich da durch die verschneite Landschaft fuhr, immer schön bergauf, habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, dass ich mich darauf freue im Frühjahr wieder auf dem Rad zu sitzen und die „Berge“ dort hochzufahren. Immerhin. Anders als Schwimmen und Fitnessstudio ist das zumindest nichts, wo ich mich mit binären Umkleiden und meinem halbnackten Körper konfrontieren muss. Es ist gut, dieses Ventil noch zu haben. Ich hoffe, dass das Wetter bald wieder mitspielt und ich zumindest wieder ein bisschen radfahren kann.

Jetzt werde ich ein Brot backen und versuchen, irgendwas außer Kaffee in mich reinzubekommen. Und vielleicht noch ein bisschen zu schlafen. Heute Nachmittag und den Abend bin ich unterwegs, ich hoffe das wird okay.

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3 Gedanken zu „Weitermachen“

  1. F***, obwohl sich die Bilder in vielem so erschreckend gleichen, habe ich nichts anzubieten an möglicherweise positiven, wirksamen Coping-Strategien. Ich wünschte, ich hätte….
    Aber es gibt ja Dinge, auf die du dich freust, und das ist schon etwas, wenn nicht sogar viel! :-)
    Ich hinterlasse jetzt hier, dass meine Gedanken auch weiterhin bei dir.
    Never give up hope!

    LG
    Curtis

    Gefällt 2 Personen

  2. Immerhin, Katzenbabys! Das klingt nach vielen mehr oder weniger langfristigen Umbrüchen und Veränderungen. Wenn du magst, schicke ich dir Mut und Humor zu, die helfen mir immer, wenn es mir schwerfällt, geduldig und dabei auch noch liebevoll zu sein. Toitoitoi mit der Wohnung und allem anderen! Und ich wünsche dir, dass dein Abend gut wird und dein Brot auch :)

    Gefällt 1 Person

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