Neben der Spur

Jeden Tag hoffe ich, endlich Post von den Gutachter*innen für die Personenstandsänderung zu kriegen. Fehlanzeige. Auch nach fast sieben Wochen hat das Amtsgericht es offenbar nicht hingerkriegt, die Gutachter*innen offiziell zu bestellen. Ich fühle mich so wütend und ausgeliefert.

Mit der Krankenkasse und meinem Ex-Therapeuten bewege ich mich auch nur millimeterweise vorwärts. Es gab ein Gespräch zwischen Sachbearbeiterin* und Therapeut. Letzterer schreibt mir, dass ich in Vorkasse gehen soll, dann die Rechnung bei der Kasse einreichen kann und diese mir dann Geld zurückerstatten. Zum Umfang der Rückerstattung werde die Kasse sich mit mir in Verbindung setzen. Ich solle 500 € anzahlen.

Das mache ich auf keinen Fall, bevor ich nicht eine schriftliche Auskunft der Kasse habe. wieviel sie erstatten. Und ich überweise keinen Cent mehr als das, was die Kasse mir auch zurückerstattet. Ich habe jetzt schon 30€ für den Therapie-/Befundbericht gezahlt, den ich für die psychiatrische Praxis brauche, die die geforderte „klinisch-psychiatrische Diagnostik und Differentialdiagnostik“ macht.

Unnnnggghhhhhhhh.

In dieser Praxis hatte ich übrigens heute einen Termin. Dachte ich. Ich bin eher von der Arbeit weg, um pünktlich dort zu sein. War ein paar Minuten zu früh, hab vor der Praxis rumgelungert. Dann habe ich geklingelt. Keiner macht auf. Oh, oh. In Phasen wie der momentanen, in der ich mich eh von allem überfordert fühle, merke ich die sozialen Ängste, die ich früher sehr stark hatte, wieder deutlich mehr. Das führt dazu, dass es mir total schwer fällt, dann ein zweites Mal zu klingeln. Weil, was wenn die Person drinnen davon genervt ist, wenn ich so ungeduldig bin? Die hat bestimmt einen guten Grund nicht sofort zu öffnen (viel besser als *mein* Grund zu klingeln). Au weia. Aber ich hab es trotzdem ganz gut hinbekommen. Nochmal geklingelt. Ein bisschen gewartet. Dann bin ich über meinen Schatten gesprungen und hab die auf dem Praxisschild angegebene Mobilnummer gewählt. Keiner geht dran. Dann die Festnetznummer und eine Nachricht auf der Sprachbox hinterlassen.

Da ich dann genug gefroren hatte, bin ich zurück zu Bahn gestiefelt. Und habe dabei festgestellt, dass der Termin erst morgen ist. Im Handy stand es richtig, aber auf der Arbeit hatte ich es falsch eingetragen. AAAAHHHHHHHH. Und was jetzt? Noch eine Nachricht hinterlassen? Ich hab dann entschieden, eine Mail zu schreiben (damit ich auch echt JEDEN verfügbaren Kommunikationskanal genutzt habe).

Und das beste? Jetzt muss ich morgen schon wieder früher von der Arbeit weg und es bringt meinen ganzen Wochenplan bezüglich Fitnessstudio durcheinander /o\.

Ach ja. Und nebenher muss ich mich noch für oder gegen eine bestimmte Wohnung entscheiden. Und zwar pronto. Aber das würde den Beitrag hier sprengen. Davon erzähle ich Euch dann nächstes Ma.

Cliffhanger, kann ich.

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3 Gedanken zu „Neben der Spur“

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