Überstanden, die erste

Das erste Begutachtungsgespräch ist vorbei und ich zum Glück lief es so unkompliziert, wie erhofft. Ein kleines bisschen nervös war ich vorher natürlich schon und hab mich aus Seriösitätsgründen gegen des Einhorn-T-Shirt entschieden.

Tja. Ich hätte es getrost anziehen können.

In der Praxis stand mir dann eine Person mit Cargohosen und Hoodie gegenüber. Im Wartezimmer hing ein Poster mit nichtbinären Pronomen. Und der Ausdruck eines Interviews mit einer Person, die mit mir im Theaterstück gespielt hat. Die begutachtende Person stockte kurz als sie mich sah und wir haben uns einen Moment etwas awkward angestarrt. Das lag daran, dass die begutachtende Person dachte mich zu kennen (wir haben dann geklärt, dass wohl an dem Theaterstück liegt).

Das Gespräch hat eine gute Stunde gedauert und es war total okay. Respektvolle, in keiner Weise „übergriffige“ Fragen. Keine Fragen zu Sexkram. Es wurde explizit kommuniziert, dass ich nichts erzählen muss das ich nicht erzählen will. Es ging hauptsächlich darum, die letzten paar Jahre so von (innerem) Coming Out bis heute grob nachzuzeichnen. Ich hatte nicht das Gefühl, einem „typischen“ trans* Narrativ entsprechen zu müssen und das machte die begutachtende Person zwischendrin auch noch mal deutlich.

Und dann war ich, zack, auch schon wieder draußen. Jetzt heißt es mal wieder warten (auf das Gutachten) und nächste Woche dann der zweite Begutachtungstermin. Da wird es wohl etwas aufwändiger, da zwei Termine und Fragebögen auf mich zukommen.

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7 Gedanken zu „Überstanden, die erste“

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