Lose Enden

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: ich bin so müde. Nach dem anstrengenden Gutachter*innentermin letzte Woche bin ich immer noch völlig fertig, obwohl ich drei Tage frei hatte.

Naja, „frei“. Die Wohnungssuche läuft natürlich weiter. Freitag habe ich mir ein Haus angeguckt. Fiel völlig übermüdet aus dem Bett, nur um dann festzustellen, dass das Angebot im Suchportal schon wieder deaktiviert war. Krise bekommen. Dann die Maklerin* erreicht, die mir dann sagte dass sie das Angebot nur wegen der großen Nachfrage erst Mal wieder rausgenommen hatte. Puh. Meine Nerven liegen echt blank. Das Haus müsste von oben bis unten renoviert werden und liegt für mich leider zu verkehrsungünstig. Der Weg zur Arbeit würde zu umständlich.

Samstag dann eine Mietwohnung angeschaut. Die Lage passte, alles andere auch so halbwegs – außer: die Wohnung ist eigentlich viel zu groß. Ich kann sie mir leisten, aber ich hätte ein Zimmer und bestimmt 30qm mehr als ich eigentlich bräuchte. Da könnte halt auch eine Familie gut wohnen und die haben es noch viel schwerer als ich gerade bezahlbaren Wohnraum hier in der Gegend zu finden. Nichtsdestotrotz habe ich dem Vermieter* (der bei der Besichtigung nicht dabei war) nun meinen Selbstauskunftsbogen geschickt. Und direkt noch eine E-Mail hintendran umzu erklären, dass eine möglicherweise erwünschte Schufa-Auskunft auf meinen alten Namen lauten würde. Es kam eine absolut nette Mail zurück, da droht mir also offenbar kein Stress.

Mittlerweile hatte ich dann mit meinem Mann über das Haus vom Freitag gesprochen. Er wollte es sich angucken und es eventuell kaufen. Dann würde ich hier im Haus bleiben. Gerade haben wir es zusammen noch mal angeschaut und er überlegt nun und redet eventuell mit der Bank. Allerdings wird es frühestens Mitte März eine Entscheidung der Verkäufer*innen geben und bis dahin müsste ich mich wegen der Mietwohnung entschieden haben, wenn ich sie denn überhaupt bekäme.

Diese ganzen loose ends machen mich total fertig. Ich komm damit echt nicht klar. Und das schlimme ist, dass mir auf der Arbeit gerade alles über den Kopf wächst. Wir sind im Moment unterbesetzt und bei mir stapelt sich alles und ich schaffe mein normales Pensum ohnehin kaum mehr, weil ich mich nicht konzentrieren kann, die ganze Zeit nur müde und erschöpft bin. Ich wünsche mir so, endlich mal zur Ruhe kommen zu können und auch wenn es absehbar ist, dass sich im Verlauf des Jahres ein paar Dinge klären werden ist das halt noch ein verdammt langer Zeitraum dafür, dass ich jeden Tag damit kämpfe überhaupt aufzustehen und zur Arbeit zu taumeln.

Ich hätte gerne Urlaub. Vor der Arbeit. Vor meinem Mann. Vor dem Cistem. Und vor mir selbst.

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6 Gedanken zu „Lose Enden“

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