Maelstrom

Content note: Geld, Essen, Sport

Es ist Februar und es hat in 2018 nur ca. 5 Wochen gedauert, bis ich wieder das Gefühl hatte dass mein Leben ein Kartenhaus ist, das jeden Moment in sich zusammenfällt. Es ist nicht so, dass es mir psychisch schlechter ginge. Aber es gibt so viele Dinge zu tun und zu regeln und meine Tage haben zu wenige Stunden, um das alles zu schaffen. Ich habe im Januar auf der Arbeit in einen neuen Aufgabenbereich gewechselt. Die Arbeit macht mir Spaß, aber es gibt gerade viele Deadlines und keine Verschnaufpausen in Sicht. Im Privaten ist auch noch so viel zu regeln. Zum Beispiel bin ich immer noch in einer Auseinandersetzung mit einem Online-Händler und einer Spedition, weil ich die Kosten für einen Schaden den letztere verursacht hat erstattet haben möchte. Jetzt versuche ich Handwerksbetriebe zu finden, die mir einen Kostenvoranschlag machen (ein Ding der Unmöglichkeit, anscheinend) und ich muss bei der Spedition Druck machen… Dazu gibt es ständig Theater mit der Heizung und der Hausverwaltung. Obendrauf kamen noch einige höhere Rechnungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte und gerade habe ich ein bisschen Angst, mich mit der Wohnung übernommen zu haben. Also, ich werde das hinkriegen, aber ich fühle mich trotzdem gerade unsicher und überhaupt nicht mehr in meiner Komfortzone.

Ich kämpfe wie so oft damit, dass ich eigentlich Abstriche an meinen Ansprüchen an mich selbst machen müsste – aber ich bekomme es nicht hin. Das könnte bedeuten, auf der Arbeit Dinge nicht 300%ig zu machen. Es könnte bedeuten sich damit abzufinden, dass ich die Kohle von der Spedition nicht wiederbekomme und es sich nicht lohnt, Stunde um Stunde um Stunde in diesen Kampf zu investieren. Es könnte bedeuten, mir nicht noch Vorwürfe zu machen, wenn ich das mit dem Radtraining mal nicht so hinbekomme, wie geplant.

Stattdessen stresse ich mich und stelle Sachen zurück, von denen ich eigentlich weiß dass sie gut für mich sind. Ich mache Überstunden statt Sport. Oder Sport statt „ordentlich“ zu essen. Ich kämpfe mit dem Gefühl eigentlich um 21 Uhr ins Bett fallen zu müssen und dem Frust darüber dass mein Leben dann wirklich nur noch aus Arbeiten und ein, zwei, drei Stunden Stunden „Selbsterhaltung“ besteht. Es bleibt gerade eh schon so viel auf der Strecke (nicht zuletzt der Blog und die vielen Dinge, die ich hier eigentlich gerne in die Welt hinaus schreiben würde).

Uff. Jetzt erst Mal durchhalten bis Dienstag, dann hab ich hoffentlich zwei drohende Deadlines erfolgreich hinter mich gebracht.

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9 Gedanken zu „Maelstrom“

  1. Uff, da kommt ja wirklich jede Menge auf dich zu, aber wenn ich richtig gelesen habe, überwiegt doch das Positive. Das ist gut so und ich wünsche dir viel Kraft für deine nächsten Aufgaben.
    GLG
    Martina

    Gefällt 2 Personen

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